Stadt Freiberg am Neckar

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Grundschulentwicklung

Der Gemeinderat hat sich in seiner öffentlichen Sitzung am 23. Juni 2016 mit deutlicher Mehrheit für den Bau einer zentralen Grundschule am Kasteneck-Park entschieden.

Mit seiner Entscheidung folgte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, die in einer zentralen Grundschule am Kasteneck-Park die beste und zukunftsfähigste Lösung für Freiberg sieht, da so die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für alle Freiberger Grundschulkinder optimal umgesetzt werden können.

Vorteile des Standortes:
Das Kasteneck-Gelände bietet genügend Platz und ideale Voraussetzungen, die heutigen und künftigen pädagogischen Anforderungen an eine optimal ausgestattete Grundschule für alle Kinder gleichermaßen zu realisieren. So ermöglicht etwa die Topografie des Geländes die Gestaltung einer altersentsprechenden, kleingliedrigen Schulanlage mit großzügigen Außenflächen und Flächen für den Sportunterricht vor Ort. An einer zentralen Grundschule am Standort Kasteneck lassen sich außerdem vielfältige Ganztagesbetreuungsangebote für Kinder aus allen Stadtteilen gut verwirklichen.
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt in einer relativ kurzen Bauzeit von ca. 5,5 Jahren. Außerdem gibt es bei dieser Variante nun keinerlei Einschränkungen für den Schulbetrieb während der Bauzeit, denn eine Auslagerung des Schulunterrichts in Container entfällt bei dieser Lösung.

Hier können Sie die Gemeinderatsvorlage downloaden, die Bewertung aller Modelle sowie eine Grafik zur Grundschulentscheidung:

Gemeinderatsvorlage zur Beschlussfassung am 23.06.2016

12 gute Gründe für eine zentrale Grundschule

Stellungnahme zur Grundschulentscheidung und zum geplanten Bürgerbegehren

Entscheidung basiert auf gründlicher Abwägung
Am 23. Juni hat sich der Gemeinderat für den Neubau einer zentralen Grundschule im Kasteneck-Park entschieden. Alle im Gemeinderat vertretenden Fraktionen haben sich in einem zweijährigen Meinungsbildungsprozess intensiv mit dem Für und Wider aller in Betracht kommender Varianten der Grundschulentwicklung auseinandergesetzt.  Die Stadtverwaltung hat zudem alle Stärken und Schwächen, die sich für die 12 diskutierten Varianten ergeben, transparent und vergleichbar in einer Übersicht dargestellt. Diese finden Sie unter www.freiberg-an.de

Intensive Bürgerbeteiligung hat stattgefunden
In die Entscheidungsfindung sind neben der fachlichen Expertise von zwei externen Büros und von Pädagogen auch die Meinungen der am Prozess beteiligten Bürgerinnen und Bürger eingeflossen. Dieser intensive Beteiligungsprozess fand über einen Zeitraum von anderthalb Jahren mit insgesamt sieben öffentlichen Veranstaltungen statt, die allerdings leider nur mäßig besucht waren. Betroffene hätten sich hier umfassend über das Thema informieren und sich in die Diskussion miteinbringen können. Insoweit überrascht es nun, dass ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht werden soll.
Wichtige Diskussion sachlich führen
Man kann zum Thema Grundschulentwicklung unterschiedliche Meinungen haben, wichtig ist aber, die Diskussion zu diesem sehr wichtigen Thema sachlich zu führen. Es darf nicht darum gehen, wer Gewinner oder Verlierer der Debatte ist, sondern es geht darum, eine langfristige, zukunftsfähige Lösung für die Zukunft der Grundschulbildung in Freiberg zu finden, mit guten Bildungsperspektiven und zuverlässigen Ganztagesbetreuungsangeboten für die Kinder.

Chancen und Herausforderungen transparent machen
Die Chance für mehr Bildung und Gerechtigkeit für alle Freiberger Kinder durch eine Zusammenführung von 3 Grundschulen zu einer Grundschule mit der Bildungspolitik der ehemaligen DDR zu vergleichen, wie von Bündnis 90/Die Grünen in den Freiberger Nachrichten vom 7. Juli 2016 zu lesen war, geht an einer sachlichen Argumentation vorbei und verkennt die sich bei einer zentralen Grundschule tatsächlich ergebenden Chancen. Diese sind übersichtlich dargestellt in der Grafik „12 gute Gründe für eine zentrale Grundschule“.

Die Stadt hat während des gesamten Prozesses nie verschwiegen, dass sich für manche Kinder der Schulweg verlängern wird, und dass dafür im weiteren Planungsprozess eine Lösung gefunden werden muss. Beim von der Initiative befürworteten Standpunkt, alle 3 Grundschulen zu erhalten, vermissen wir dagegen die Aussage, dass eine Generalsanierung aller drei Grundschulen nicht nur die teuerste, sondern auch hinsichtlich der Umsetzung von pädagogischer Qualität die am schlechtesten aller untersuchten Varianten ist. Wir vermissen dort auch die Information, dass die Sanierungen nur nacheinander bautechnisch abgewickelt werden können, so dass über 15 Jahre vergehen werden, bis die letzte Schule saniert sein wird. Und man müsste den Eltern von Kindergarten- und Zwergenstüble-Kindern offen sagen, dass ihre Kinder, je nach Geburtsjahr und je nach Schulbezirk, unter Umständen ihre ganze Grundschulzeit in einem Container irgendwo im Stadtgebiet verbringen werden.

Alle Argumente abwägen
Uns allen ist bewusst, dass dieses Thema in hohem Maße emotional besetzt ist, und das respektieren wir. Genau aus diesem Grund hat die Verwaltung auch eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, um die Diskussion auf eine sachliche Basis zu stellen.
Deshalb mein Appell: Bitte informieren Sie sich vor einer Entscheidung über ein Bürgerbegehren gut und berücksichtigen Sie bitte alle Argumente unvoreingenommen!

Herzliche Grüße
Ihr

Dirk Schaible
Bürgermeister
 

Ausführliche Bürgerbeteiligung zur Grundschulentwicklung 2015

Zum Thema Grundschulentwicklung waren die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Entscheidung von der Stadt Freiberg zu einer umfassenden Bürgerbeteiligung eingeladen.

Zunächst wurde das Thema bereits am Donnerstag, 5.03.2015 in einer öffentlichen Veranstaltung im Prisma unter dem Titel "Freiberger Grundschulen fit für die Zukunft" ausführlich vorgestellt.
Dann waren die Bürger zu einem Workshop am Samstag, 14.03.2015 und am Mittwoch, 20.05.2015 in das PRISMA eingeladen.
Im Rahmen dieser Veranstaltungen haben sich die Teilnehmer mit den verschiedensten Optionen für die Zukunft der Freiberger Grundschulen auseinandergesetzt. Leider blieb die Teilnahme an den Workshops hinter den Erwartungen von Gemeinderat und Verwaltung zurück: Am 1. Workshop nahmen ca. 50 Personen und am 2. Workshop ca. 25 Personen teil. Moderiert wurden diese Veranstaltungen von Ute Kinn vom Büro Grips, die auch am 28.07.2015 das Ergebnis dieser Bürgerbeteiligung in der Gemeinderatssitzung präsentierte.  Dabei sprach sie vor allem nochmals die Handlungsoptionen an, die von den Teilnehmern in diesem Workshop bewertet wurden.
Dies sind:
1. Eine gemeinsame Schule, Neubau
2. Zwei Grundschulen, Variante A: 3+3 - bedeutet 3-Zügigkeit an beiden Schulen
3. Zwei Grundschulen, Variante B: - Vierzügig + Zweizügig
4. Drei Grundschulen

Vom Gemeinderat wurde einstimmig beschlossen, für die dargestellten vier Varianten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.
Protokolle und Präsentationen zu den Veranstaltungen der Bürgerbeteiligung finden Sie hier:
Protokoll Bürgerwerkstatt_1 vom 14. März 2015
Protokoll der Bürgerwerkstatt 2 vom 20. Mai 2015
Ergebnispräsentation

 

Ergebnis der Machbarkeitsstudie vom 3. März 2016

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wurde am 3. März 2016 im PRISMA vorgestellt

In der Studie untersuchte die damit beauftragte Gesellschaft für Umweltplanung Stuttgart die Vor- und Nachteile der insgesamt zwölf möglichen Varianten einer künftigen Grundschullandschaft. Dabei wurden in verschiedenen Bereichen Punkte vergeben, etwa für die Umsetzungsmöglichkeiten des Bildungsplanes bzw. für die pädagogische Qualität, für die Möglichkeit von Mehrzügigkeit der Klassen, für die Erreichbarkeit der Schulen oder beispielsweise auch für die Finanzierung.

Am besten Schnitt bei dieser Untersuchung die Variante „B2“ ab, die eine Sanierung der Kasteneckschule und den Neubau einer Grundschule auf dem Lugauf-Sportplatz vorsieht. Die zweitbeste Punktzahl erhielt nach dieser Studie die Variante „B7“, die eine Sanierung und den Ausbau der Kasteneckschule zu einer Grundschule für Freiberg vorschlägt. Beide Varianten würden eine Umsetzung des aktuellen Bildungsplanes mit seinen pädagogischen Anforderungen ermöglichen und schnitten in der Finanzierbarkeit gut ab. Die Variante, die die Sanierung aller drei Grundschulen beinhaltet, bekam die schlechteste Punktzahl, da hier die heute geforderte pädagogische Qualität nicht umzusetzen wäre und diese Variante zudem am meisten kosten würde.

 


Die Präsentation zur Veranstaltung, das ausführliche Ergebnis der Machbarkeitsstudie sowie die vorgestellten Pläne finden Sie hier zum Download:
Präsentation zur Infoveranstaltung vom 3.3.2016
Bewertungsergebnis ALLER Varianten
Pläne zur Bürgerinformation

Ergänzend hierzu wurden weitere Informationen an die Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens ausgegeben. Diese ergänzenden Kompaktinformationen stehen hier zum Download bereit:

Kompaktinformationen zur Grundschulentwicklung
 

Weitere Informationen