Stadt Freiberg am Neckar

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Freiraum für Freiberg: Überdeckelung der A 81

Nach Vorlage der positiven Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Überdeckelung der A 81 ruft die Stadt die Bürgerinnen und Bürger nochmals dazu auf, ihre Meinung zum Projekt zu äußern. Rückmeldungen nimmt die Stadtverwaltung über eine Online-Bürgerumfrage auf der Homepage zum Projekt entgegen (www.FreiraumFreiberg.de). Dort sind auch detaillierte Informationen und beispielhafte Visualisierungen einer Realisierung des innovativen Projektes zu finden. 
 
Die dem Gemeinderat in der Sitzung vom 20.10.2020 vorgelegte Machbarkeitsstudie untersuchte die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer Überdeckelung der A81 mit darauf möglichen Grünflächen und Wohn- bzw. Bürogebäuden, in einem innerstädtischen Bereich auf einer Länge von ca. 400 m. 

Die Studie berücksichtigt auch die Weiterentwicklung des Städtebaukonzepts für das Zentrum. Im Detail wurden zum Beispiel Fragen zur Topografie, Geologie, zur Konstruktion, zu den Kosten und zur Wirtschaftlichkeit, zu den rechtlichen Rahmenbedingungen oder zum Brand- und Schallschutz untersucht. Die Ergebnisse der Studie beziehen sich nicht auf eine bereits feststehende Planung, sondern nur auf eine mögliche Umsetzung der Idee. Die Studienergebnisse zeigen das Potenzial und die Realisierbarkeit einer Überdeckelung auf und belegen, dass die Idee einer bebauten Überdeckelung vielfältige Chancen für die Weiterentwicklung Freibergs und für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger eröffnen würde. 

 

Vielfältige Chancen einer Überdeckelung
Mit einer Überdeckelung der Autobahn würde nicht nur der trennende Einschnitt durch die Stadtteile verschwinden, es entstünden auch neue Grünflächen, dringend benötigter Wohnraum für Jung und Alt, Singles oder Familien sowie Raum für Bürogebäude und somit eine lebendige Stadtmitte, in der nachhaltiges Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholen und das Miteinander aller Generationen auch in Zukunft ermöglicht wird. Zudem ließen sich durch eine Überdeckelung der Autobahn die Belastungen durch Lärm und Luftschadstoffe reduzieren. 

Breite Politische Unterstützung 
Die Weiterverfolgung der Vision einer Überdeckelung wurde gemeinsam vom Landtagsabgeordneten Fabian Gramling (MdL/CDU)und von Bürgermeister Dirk Schaible wieder aufgegriffen. Der Zeitpunkt, um diese weiterzuverfolgen, erscheint beiden jetzt sehr günstig, vor allem vor dem Hintergrund des geplanten achtspurigen Ausbaus der A81, da hier ohnehin große Investitionen in den Lärmschutz anstünden und die Autobahnbrücke neu gebaut werden müsste. Die neu entwickelte Form des Leichtbaus ermöglicht zudem eine enorme Kostenreduzierung und Verbesserung der CO2-Bilanz des Bauprojektes, wie Schaible und Gramling betonen. „Das Projekt eröffnet vor allem die großartige Chance, unsere durch die Autobahn getrennte Stadt zu einer geografischen Einheit zusammen wachsen zu lassen“, so Schaible. Auch Politiker anderer Parteien befürworten die innovative Vision, die einen enormen Mehrwert für die Freiberger Bevölkerung mit sich bringt. So haben auch die Abgeordneten Eberhard Gienger (MdB/CDU), Steffen Bilger (MdB/CDU) und Daniel Renkonen (MdL/Bündnis 90/ die Grünen) ihre politische Unterstützung zugesagt. Auch auf Landkreis-, Landes- und Bundesebene findet das Projekt Zuspruch. 

 

Interesse der IBA’27      
Dass es viele gute Gründe gibt, die Vision einer Überdeckelung weiter zu verfolgen, haben auch die Organisatoren der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) erkannt. Daher wurde das Vorhaben unter dem Namen „Freiraum für Freiberg“ in das IBA’27-Netz aufgenommen. Bei einer Pressekonferenz im Freiberger Rathaus, im Vorfeld zur Präsentation der Machbarkeitsstudie im Gemeinderat, erklärte Andreas Hofer, der Intendant der IBA’27, dass sich das Projekt einer Überdeckelung sehr gut in das Thema der Internationalen Bauausstellung einfüge.
Denn genau 100 Jahre nach der Stuttgarter Weißenhofsiedlung versuche die IBA’27 ganz neue Antworten zu finden auf die Frage: Wie leben, wohnen, arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter? Die Autobahndeckelung in Freiberg könne tatsächlich neue Antworten geben auf die in die zukunftsweisenden Fragen zur Mobilität, Lärm- und Schadstoffreduzierung, zum Baulandmangel, zum Neuen Wohnen, zur Nachhaltigkeit sowie zur Leicht- und Ingenieurbaukunst. „Die Überdeckelung ist ein spannendes, wenn auch sehr ambitioniertes und herausforderndes Ziel, das auch gut die Aufbruchsstimmung in der ganzen Region widerspiegelt“, zeigte sich Hofer von der Idee fasziniert. Auch wenn man heute nicht wisse, wie weit man bis 2027 voran kommen werde, könne das Projekt mit der vollen Unterstützung der IBA im Rahmen des IBA’-Netzes rechnen, sicherte er zu.   

Gemeinderat lobte Vorarbeiten der Fachplaner
Der Gemeinderat zeigte sich von den vorläufigen Planungen, die für die Überprüfung der Machbarkeit erstellt wurden, positiv beeindruckt und sprach dem Planer-Team herzlichen Dank sowie große Anerkennung für die qualitätsvolle Vorarbeiten aus. Betont wurde mehrfach, dass es sich um erste Überlegungen handele, die im Detail – etwa hinsichtlich der Ausgestaltung der Bebauung – noch weiter diskutiert und im Dialog mit den Bürgern weiter geplant werden müssten. Auch die Beantwortung der Frage zur Finanzierbarkeit stelle noch eine größere Herausforderung dar und müsse vor allem im Zuge des Ausbaus der A 81 mit den zuständigen Stellen diskutiert werden.

Bürgerbeteiligung über die Website zum Projekt „Freiraum für Freiberg“
Um sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch dem interessierten Fachpublikum umfassend und immer aktuell über das Projekt „Freiraum für Freiberg“ informieren zu können, ging bereits vor ein paar Wochen die neue Website www.FreiraumFreiberg.de online. Die Seite eröffnet spannende Einblicke in die Projektplanung, bietet anschauliche Visualisierungen der Idee und lässt die Initiatoren, Fachplaner und die politischen Unterstützer der Vision zu Wort kommen. Unter der Rubrik "Bürgerraum" sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Meinung zu dem Vorhaben zu äußern, was bereits rege genutzt wurde. Über weitere Rückmeldungen freut sich die Stadtverwaltung, denn das Projekt kann und soll nur gemeinsam im Dialog mit der Bürgerschaft weiterentwickelt werden. 
 
Fragen und Anregungen zum Projekt nimmt die Stadt Freiberg auch gerne unter der E-Mail-Adresse: r.goehringer(@)freiberg-an.de entgegen.

Weitere Informationen