Stadt Freiberg am Neckar

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Mitmachen und Insekten zählen

Mit ihrer Aktion „Freiberg blüht auf“ wollen die Stadt Freiberg a. N. und der BUND Stadtverband Freiberg a.
N. Gartenbesitzer, Unternehmen, Landwirte, Schulen und andere Kooperationspartner anregen, aktive Beiträge für den Schutz bedrohter Wildbienenarten beizusteuern. So können im Garten oder im Blumenkasten auf dem Balkon bunte Blumen ausgesät werden, welche Nektar und Pollen, die Nahrung der Bienen liefern. Samentütchen mit der Blumenmischung können an der Pforte im Rathaus abgeholt werden.
Im Rahmen der Aktion für eine bienenfreundliche Umwelt machen die Initiatoren nun auch auf die bevorste -hende bundesweite Insektenzählung „Insektensommer“ vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August aufmerksam. Ziel der Aktion ist es, auf die enorme Bedeutung von Wildbienen und anderen Insekten hinzuweisen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren.
Jeder kann etwas tun, etwa indem man bienenfreundliche Stauden und Kräuter pflanzt oder ein Insektenhotel baut. Insekten tragen zur Vermehrung von Pflanzen so -wie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen.
Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, Flächenversiegelung und artenarme Grünflächen in Siedlungsgebieten sind Gründe für den Insektenschwund.
Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.
BUND und Stadt rufen Bürger und Bürgerinnen, Schulen und Kindergärten dazu auf, die Aktion zu unterstützen.
Infos zur Insektenzählung, die auch für Kinder und Laien mit elektronischen Bestimmungshilfen ganz einfach ist, findet man hier: https://www.nabu.de/tiere -undpflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/aktionsinfos/24063.html In Deutschland leben 560 unterschiedliche Wildbienenarten. Mehr als die Hälfte von ihnen ist auf der Roten Liste als stark gefährdet verzeichnet.
Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen, sind unersetzliche Bestäuberinnen. Die wilden Schwestern der Honigbiene sind auch bei Kälte, Wind und Regen unterwegs. Besonders für kurz blühende Obstbäume wie Kirschen spielen sie deshalb eine tragende Rolle. So können Hummeln aufgrund ihrer Kraft sogar Tomaten bestäuben, wozu die Honigbiene nicht in der Lage ist.
Je mehr verschiedene Arten von Bestäubern vorhanden sind, umso besser funktioniert die Gesamtbestäubung von Obstbäumen und anderen Pflanzen.

Foto: NABU/Frank Leo/Fokus
Foto: NABU/Frank Leo/Fokus

Diese blauschwarze Holzbiene ist eine sehr schöne Wildbienenart, welche auch an Nektarpflanzen in unseren Gärten beobachtet werden kann.
„Die Mehrzahl der Wildbienen bildet keine Staaten und benötigt Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern anzulegen. Wer Wildbienen hilft, muss keine Stechattacken befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich. Von einem ruhigen Platz aus, kann man das Treiben beobachten, wenn Bienen Baumaterial und Nahrung zu ihrer Brutröhre tragen“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Wer Bienen dabei unterstützen möchte, kann ein Insektenhotel selber bauen oder ein geeignetes kaufen. Wichtig ist, dass kein Weichholz verwendet wird, damit Bohrlöcher nicht ausfransen, sonst können sich die Bienen daran verletzen. Die Hotels sollten in der Nähe von Futterpflanzen aufgestellt werden.
Auf Blumenbeeten freuen sich Bienen über Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Wilde Malve, Astern, Blutweiderich, Wiesenschafgarbe und Wiesensalbei. Auf Gemüsebeeten bieten sich Ackerbohnen, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren und verschiedene Gewürzkräuter an.
Für den Balkon empfiehlt der NABU Katzenminze, Gundermann, Liegender Ehrenpreis, Zypressenwolfsmilch und Blutroten Storchschnabel sowie Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze und Thymian.
Die Kräuter sollte man blühen lassen. Viele Tipps rund um den Wildbienenschutz gibt es unter www.NABU.de/ bienen.

Weitere Informationen