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Freiberg am Neckar (Druckversion)

Museum im Schlössle

NEWS

Das Museum im Schlössle bleibt bis auf weiteres geschlossen. Führungen durch die Ausstellung "Textiles" sind aber bis max. 4 Personen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen noch bis Mitte November auf Anfrage möglich.

Heimatmuseum mit Dauerausstellung

Das 1989 eröffnete Museum dokumentiert die Entwicklung Freibergs von den ersten Spuren menschlicher Besiedelung über die Stadtgründung bis zur Entstehung der modernen Gemeinde.

Themenschwerpunkte der Dauerausstellung sind die reichsritterschaftlichen Grundherren, die Landwirtschaft und Handwerk im Wandel der Zeit, Weinbau, Feld-, Tagelohn- und Fabrikarbeit der Frauen, Entwicklung der Haushaltstechnik, Industrialisierung sowie Kriegs- und Notzeiten. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Programm.

Neue Ausstellung im Museum im Schlössle

Textiles.

Märchenhafte Kostüme, Textile Schmuckstücke, Genähtes, Gefilztes, Geklöppeltes

In Zusammenarbeit mit Anja Horn vom Freiberger Kreativlabor entstand im Museum die aktuell zu sehende Ausstellung „Textiles“. Sie entführt in die Welt farbenprächtiger Stoffe und kunstvoll verknüpfter Bänder und Garne, zeigt märchenhafte Kostüme, kunstvollen Schmuck aus Stoffen und präsentiert alte textile Handwerkskunst, aber auch aktuelle Textilprojekte aus Freiberg.

Die Ausstellung „Textiles“ im Museum im Schlössle eröffnet wieder im Oktober mit farbenfrohem Zuwachs. Die neuen Exponate kommen von Dipdii Textiles aus Bangladesh und sind ein Gegenentwurf zu dem, was wir gemeinhin als „made in Bangladesh“ mit Billigpreisen und menschenverachtenden Produktionsmethoden in Verbindung bringen. Denn Dipdii Textilien sind anders: menschlich, nachhaltig, fair, aufgeladen mit persönlicher Geschichte – und jedes Stück ein Unikat.


Textile Nachhaltigkeit als Gegenentwurf zur billigen Wegwerfmode


Dipdii Textiles ist weit mehr als ein vorbildliches Entwicklungshilfe-Projekt. Dipdii entstand aus dem wachen Blick der preisgekrönten deutschen Architektin Anna Heringer, die in Rudrapur in Bangladesh eine Schule in traditionellem Lehmbau errichtete. Die dort übliche Wiederverwendung verschlissener Saris zum Nähen von Decken und die Schönheit der Stoffschichtungen faszinierten die junge Architektin. Sie regte Frauen vor Ort an, in der gleichen Nähtechnik hochwertige Kleidungsstücke zu nähen und präsentierte die ungewöhnlichen Textilien 2018 auf der Biennale in Venedig.


Sie selbst sagte dazu: „Jeder Mensch beeinflusst permanent Räume. Wenn wir genau hinsehen, gestalten wir hauptsächlich durch unser Kaufverhalten und Geldflüsse Orte, die oft so weit weg sind, dass man es gar nicht bemerkt. In meiner Installation sieht man, wie sich die klassische „made in Bangladesh“ Kleidung vor Ort in Bangladesh auswirkt. Der Hauptschwerpunkt liegt aber darauf, eine Alternative zu zeigen, die auf der unglaublich schönen bengalischen Textilkunst aufbaut und den Menschen das Leben in ihren Dörfern weiterhin ermöglicht…


Wir freuen uns, im Oktober im Freiberger Museum im Schlössle Beispiele dieser Kleidungsstücke neben traditionellen Saris und den handgenähten Decken zeigen zu können. Die Exponate waren zuvor Teil der Ausstellung „Kleider machen Orte“ in Stuttgart und bereichern nun die bereits im Frühjahr angelaufene und coronabedingt für einige Monate geschlossene Ausstellung „Textiles“.


Die ausgestellten Shirts, Schals, Kissenbezüge und Taschen sind Botschafter für ein Umdenken in unserem Umgang mit Textilien. Das Grundmaterial sind alte Saridecken. Diese haben bereits eine lange Geschichte hinter sich. Sechs abgetragene Saris werden übereinander gelegt und mit unzähligen Nadelstichen zusammengenäht. Durch die jahrelange Nutzung wetzt sich die Oberfläche ab und die darunterliegenden Schichten kommen zum Vorschein. Es entsteht eine einzigartige, lebendige Oberfläche. Durch nochmaliges Re- bzw. Upcycling wird mit viel Handarbeit daraus Kleidung gefertigt. Genäht wird ohne elektrischen Strom und dezentral in zwei Dörfern im Norden von Bangladesh, wo das Projekt Frauen fair bezahlte Arbeit vor Ort bietet und so der Landflucht entgegenwirkt.


In unserer heutigen Welt hängt alles mit allem zusammen – das massive Fichtensterben 2020 in unseren deutschen Wäldern mit dem Klimawandel und dieser mit „Fast Fashion“ als einem der größten Klimakiller. Wir würden uns freuen, wenn die Ausstellung „Textiles“ zu einem neuen Blick auf Kleidung inspiriert.
 

Ihre Ansprechpartnerin

Irene Ott
Fon: 07141 73904
Träger: Stadt Freiberg a. N.

Für das Kreativlabor
info(@)kreativlabor-freiberg.de

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Afrikahaus

Afrikahaus
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Museum für neue Afrikanische Kunst
Artur-Benseler-Straße 10
71691 Freiberg am Neckar
Telefon: 07141 / 6853910
E-Mail: marc(@)benseler-design.de
Web: http://www.umuzi.de
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Heimatmuseum
Unterer Schlosshof 3
71691 Freiberg am Neckar
Telefon: 07141 / 72617
Telefax: 07141 / 72617
E-Mail: museum(@)freiberg-an.de
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