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Freiberg am Neckar (Druckversion)

Freiberg früher

Jungsteinzeitliches Dorf

Die Siedlungsansätze auf Freiberger Boden gehen in die jüngere Steinzeit, zwischen 3000 und 2000 Jahre v. Chr. zurück.

Das wohl ausgedehnteste jungsteinzeitliche Dorf entdeckten Oscar Paret und sein Vater 1908/09 nordwestlich der Domäne Monrepos. Nach den Jahren um 400 v. Chr. besiedelten keltische Volksstämme den mittleren Neckarraum. Um das Jahr 85 n. Chr. erschienen die ersten römischen Truppen. Knapp 200 Jahre lang lag der Landstrich am Gründelbach in der Grenzbefestigungszone des römischen Weltreiches.

Nach dem Fall des Limes 259/260 n. Chr. und der Verdrängung der Römer durch die Alemannen, gehörte das Freiberger Gebiet zu den dichtbesiedelsten Zonen des Neckarraums. Um 500 drangen die Franken nach Süden vor. Sie machten sich das Gebiet nördlich des Hohen Aspergs untertan. Es entstanden Siedlungsgründungen als Dorfgemeinschaft. Urkundlich genannt wurden Beihingen und Geisingen erstmals im Jahr 844, als eine Schenkung an das Kloster Lorsch.

Ende des 18. Jahrhunderts begann die Industrialisierung im Königreich Württemberg. Die Zersplitterung des ohnehin kleinen Landbesitzes hatte den Familien weitgehend die Existenzgrundlage entzogen, so dass der Nebenerwerb überlebensnotwendig wurde.

Es entstanden bereits um die Jahrhundertwende die für die Gegend typischen Arbeiterpendlergemeinden mit weiterhin vorherrschendem bäuerlichem Nebenerwerb. Dieser Wandel wurde durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz begünstigt. Von Kriegszerstörungen blieb Freiberg weitgehend verschont. In den ersten 5 Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinden stark an. Es kamen vor allem Flüchtlinge aus den Ostgebieten.

Zwischen 1945 und 1950 wurden 1.200 Neubürger einquartiert, zunächst in Notunterkünften, Schulen und Gasthäusern. In den 50er Jahren entstanden die ersten Siedlungshäuser. Seit dieser Zeit ging der Wandel vom Dorf zu einer jungen und modernen Stadt in großzügigen Schritten voran.

 

 

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