Stadt Freiberg am Neckar

Seitenbereiche

Volltextsuche

Stadt Freiberg am Neckar
PRISMA Tagungs- und Begegnungszentrum Mitten im Zentrum Freibergs
Altes Schloss Beihingen

Darstellung

Darstellung vergrößern
Darstellung auf Browserstandard zurücksetzen
Darstellung verkleinern
Drucken
Kirche Geisingen

Urheberrecht

© 2012 Stadt Freiberg
komm.on.line GmbH

Weitere Informationen

Kontakt

Stadt Freiberg am Neckar
Postfach 11 44
71687 Freiberg a. N.

Marktplatz 2
71691 Freiberg a. N.

Fon: 07141/278-0
Fax: 07141/278-137
rathaus@freiberg-an.de   

Alle Dienststellen der Stadt Freiberg sind über die Rufnummer 07141/278-0 zu erreichen.

Bürger-Telefon:
Außerhalb der Dienstzeiten unter der Rufnummer: 07141/278-0.

Seiteninhalt

Sie befinden sich hier: Startseite » Stadt & Gemeinderat » Umgehungsstraßen » Nordwestumfahrung

Nordwestumfahrung

1. Lage und Verlauf

Ausgangspunkt der Nordwestumfahrung ist das Ende der "Schwörer-Trasse" (Teil I der Informationsreihe) an der Landesstraße 1129. Mit der "Schwörer"-Trasse soll die Nordwestumfahrung  verbunden / kombiniert werden.

Die eigentliche Nordwestumfahrung verbindet die Landesstraße 1129 (Straße zwischen Freiberg und Pleidelsheim) mit der Landesstraße 1138 (Mühlstraße). Die Trasse zweigt aus Freiberg kommend von der L 1129 vor der Brücke über den Neckarkanal ab und verläuft parallel zum Neckarkanal in Richtung Autobahn A 81.

Dort läuft die Trasse dann entlang / parallel der Autobahn Richtung Südwesten über den Altneckar, vorbei am städtischen Klärwerk und mündet unterhalb der Hardtstraße in einem Tunnelbauwerk. Dieser Tunnel wird parallel zur Autobahn am Zentrum vorbeigeführt und mündet in die Mühlstraße an der Kreuzung am Chinahaus.

2. Streckenlänge

Die reine Nordwestumfahrung hat eine Gesamtlänge von ca. 1,8 km. Bei einer angenommenen Fahrbahnbreite von 15 m, einschließlich der üblichen Nebenanlagen wie Schrammbord, Begleitgrün und Sicherungsmaßnahmen ergibt sich eine Gesamtausdehnung (Flächenverbrauch) von ca. 27.000 m².

Von diesen Zahlen ist rein rechnerisch die Tunnelstrecke mit ca. 0,5 km bzw. 7.500 m² in Abzug zu bringen.

3. Kosten, Baulastträger und Planungsstadium

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich nach einer etwas älteren Kostenschätzung aus dem Jahre 1996 auf ca. 18 Millionen €. In diesen Kosten sind auch die oben beschriebenen Bauwerke, Brücke und Tunnel, sowie die notwendigen Anschlüsse an die bestehenden Straßen, enthalten. Da die Nordwestumfahrung zwei Landesstraßen verbindet, ist auf jeden Fall das Land Baden-Württemberg der zuständige Straßenbaulastträger.

Der Gemeinderat der Stadt Freiberg a.N. hat sich am 28.11.2006 in öffentlicher Sitzung mit 18:5 Stimmen dafür ausgesprochen, diese Nordwestumfahrung optional zur Ostumfahrung weiter zu verfolgen.

Zur Realisierung ist zunächst die Aufnahme der Straßenplanung in den Generalverkehrsplan für das Land Baden-Württemberg notwendig. An-schließend ist ein förmliches Planfeststellungsverfahren vom Regierungspräsidium Stuttgart durchzuführen. Weder die Aufnahme in den Generalverkehrsplan des Landes noch die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens sind bisher erfolgt.

4. Realisierungschance und Einschätzung

Umgehungsstrecken werden bekanntlich gebaut, um den so genannten Durchgangsverkehr aus den bewohnten Stadtbereichen zu bekommen. Dagegen lässt sich weder der Binnenverkehr noch der so genannte Ziel- und Quellverkehr nach draußen verlagern. Analysen haben ergeben, dass, ausgehend vom Prognosejahr 2015, von den erwarteten 13.800 Fahrzeugen in der Mühlstraße 2.000 Fahrzeuge dem Binnenverkehr, 7.700 Fahrzeuge dem Ziel und Quellverkehr und lediglich 4.100 Fahrzeuge dem Durchgangsverkehr zuzurechnen sind. In der Ludwigsburger Straße sieht die Prognose etwas anderes aus. Ausgehend vom Prognosejahr 2015, in dem in der Ludwigsburger Straße 10.100 Fahrzeugen erwartet werden sind 1.050 Fahrzeuge dem Binnenverkehr, 4.050 Fahrzeuge dem Ziel und Quellverkehr und 5.000 Fahrzeuge dem Durchgangsverkehr zuzurechnen.

Nach dem vorliegenden Ergebnis des Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Freiberg a.N. entlastet die Nordwestumfahrung, zusammen mit der Schwörer-Trasse die Mühlstraße, je nach Standort zwischen 5.000 und 6.800 Fahrzeuge, die Ludwigsburger Straße zwischen 1.000 und 3.500 Fahrzeuge und die Benninger Straße zwischen der Abzweigung nach Pleidelsheim und der Volksbank Freiberg im Stadtteil Beihingen um rd. 11.000 Fahrzeuge.

Dagegen ergibt sich eine Verkehrszunahme entlang der Stuttgarter Straße um ca. 2.500 Fahrzeuge. Wie bereits bei der Ostumfahrung dargestellt, ist auch bei der Nordwestumfahrung eine Verbindung mit der Schwörer-Trasse sinnvoll, um eine möglichst große Entlastungswirkung zu erzielen.

5. Vorhandene Schwierigkeiten

Zum Bau der Nordwestumfahrung müsste das FFH-Gebiet Neckar zwischen Heilbronn und Freiberg, sowie das Naturschutzgebiet Altneckar gequert werden. Eingriffe in die prioritären Lebensräume des FFH-Gebietes bedürfen der Prüfung durch die Europäische Union. Eine Zustimmung der EU wird von der Stadt nicht erwartet, da die FFH-Gebiete zu den höchsten Schutzgütern unserer Natur gehören und aus Sicht der EU Vorrang vor den Bedürfnissen der übrigen Siedlungsbewohner haben.

Obwohl die Trasse in unserem seit 1995 rechtswirksamen Flächennutzungsplan enthalten ist, hat das Land Baden-Württemberg diese Variante nicht aufgegriffen. Durch die erwarteten hohen Kosten ist es sehr schwierig, diese Trasse vom Land Baden-Württemberg in den Generalverkehrsplan aufnehmen zu lassen.

Die notwendigen Flächen sind zum Teil in Privatbesitz. Grundstücksverhandlungen werden deshalb erforderlich werden.

6. Zusammenfassung

Die Nordwestumfahrung entfaltet ihre effektive Entlastungswirkung auf die bebauten Ortsteile in Freiberg a.N. nur, wenn sie zusammen mit der Schwörer-Trasse realisiert wird.

Dies ist unzweifelhaft und wird von allen Beteiligten und der Stadt Freiberg a.N. so gesehen.

7. Politische Entscheidungen aus Freiberger Sicht

Bisher hat der zuständige Straßenbaulastträger, das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart, noch keine Aussage über eine Realisierung der Nordwestumfahrung gemacht.

Die Stadt Freiberg a.N. hat entsprechend dem Gemeinderatsbeschluss vom 28.11.2006 die Nordwestumfahrung, zusammen mit der Schwörer-Trasse und der Ostumfahrung in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, die zurzeit erfolgt, aufgenommen.

Um die Nordwestumfahrung weiter zu betreiben, ist unbedingt die Zusage, bzw. Mitwirkungsbereitschaft des Landes Baden-Württemberg erforderlich. Diese ist auch für das entsprechende Planfeststellungsverfahren zuständig. Zuvor müsste aber die Trasse in den Generalverkehrsplan des Landes Baden-Württemberg aufgenommen werden.

Plan zum Download