Stadt Freiberg am Neckar
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Die Ostumfahrung verbindet die Kreisstraße K 1672 zwischen Freiberg und Benningen, mit der entlang des Gewerbegebietes Neckar führenden Landesstraße L 1138, die ebenfalls Freiberg und Benningen verbindet.
Mit dieser Umfahrung soll die Kreisstraße K 1672 nach Osten zwischen Freiberg und Benningen verschwenkt werden. Über einen neu zu gestaltenden Knotenpunkt / Kreisverkehr an der Benninger Straße, im Bereich des bestehenden Gewerbegebietes Neckar I und II soll eine weitere Verknüpfung zur L 1129 in Richtung Pleidelsheim durch die letzte Woche vorgestellte "Schwörer-Trasse" entstehen.
Im Vorfeld der Vorentwurfsplanungen wurden mehrere Trassenvarianten grob untersucht. Die genaue Trassenführung kann erst innerhalb des durchzuführenden Bebauungsplanverfahrens erarbeitet werden.
Die Ostumfahrung hat eine Gesamtlänge von 1,78 km. Bei einer angenommenen Fahrbahnbreite von 15 m, einschließlich der üblichen Nebenanlagen wie Schrammbord, Begleitgrün und Sicherungsmaßnahmen ergibt sich eine Gesamtausdehnung (Flächenverbrauch) von 26.700 m².
Die Länge der Ostumfahrung hängt aber noch, wie oben beschrieben, von der noch auszuarbeitenden genauen Trassenführung ab. Über weite Teile verläuft die bisherige Planungstrasse auf bereits bestehenden und befestigten / versiegelten Feldwegen.
Die Kosten der Maßnahme belaufen sich nach derzeitiger Kostenschätzung auf 7,3 Mio. €. In diesen Kosten ist auch der erforderliche Neubau eines Knotenpunktes an der Benninger Straße, in Form eines Kreisverkehrs, und das notwendige Kreuzungsbauwerk (Unterführung) mit den Gleisen der DB, enthalten.
Der Gemeinderat der Stadt Freiberg a.N. hat sich am 28.11.2006 in öf-fentlicher Sitzung mit 18:5 Stimmen (die in den letzten Freiberger Nachrichten angeführten 18:3 Stimmen war ein Übertragungsfehler) ausdrücklich dafür ausgesprochen, die Stadt bei der Weiterverfolgung der Ost-umfahrung als Kreisstraße und die Aufnahme ins Kreisstraßenprogramm des Landkreises Ludwigsburg zu unterstützen. Mit gleichem Beschluss wurde für die Weiterverfolgung der Rendle-Trasse (Teil 3 unserer Serie) gestimmt. Vom Landratsamt Ludwigsburg wurde der Stadt mitgeteilt, dass eine Aufnahme der Ostumfahrung in das Kreisstraßenprogramm erst ab 2012 ff. in Frage kommt. Sollte die Stadt Freiberg a.N. mit ihren Planungen schneller fertig sein, kann entsprechend einer klärenden Bestätigung des Landrates auch früher mit einer Programmaufnahme gerechnet werden.
Dazu muss die Stadt Freiberg a.N. zuvor ein Bebauungsplanverfahren durchführen, den Grunderwerb tätigen und die technische Vorplanung der Straßenplanung erarbeiten. Erst wenn diese von der Stadt zu erledigenden Aufgaben abgearbeitet sind, sieht sich das Landratsamt in der Lage über die Finanzierung zu entscheiden.
Nach dem vorliegenden Ergebnis des Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Freiberg a.N. durch das Büro Mörgenthaler entlastet die Ostumfahrung, zusammen mit der Schwörer-Trasse, die Ludwigsburger Straße um ca. 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge, die Mühlstraße je nach Standort zwischen 1.900 und 2.500 Fahrzeuge und die Benninger Straße zwischen der Abzweigung nach Pleidelsheim und der Volksbank Freiberg im Stadtteil Beihingen um rund 10.000 Fahrzeuge. Wie bereits in der letzten Ausgabe dargelegt, ist eine Trassenverbindung zwischen der Ostumfahrung und der Schwörer-Trasse überaus sinnvoll, um eine möglichst große Entlastungswirkung zu erzielen.
Die Stadt Freiberg a.N. ist in intensiven Verhandlungen mit der Stadt Ludwigsburg. Nach den Einschätzungen des Büros Mörgenthaler würde durch eine Ostumfahrung im Stadtteil Hoheneck ein mehr an Verkehr von 1.600 Fahrzeugen auftreten, dafür wird der Stadtteil Eglosheim entlastet. Die Stadt Freiberg a.N. hat bereits im Ausschuss für Umwelt und Technik der Stadt Ludwigsburg Überzeugungsarbeit geleistet. Weitere Gespräche werden sicher folgen. Das von der Stadt Ludwigsburg initiierte Projekt IKARUS wird auch von der Stadt Freiberg unterstützt und begleitet.
Im Gegensatz zur "Schwörer"-Trasse ist die für die Ostumfahrung notwendige Fläche meist im Privatbesitz. Es werden deshalb umfangreiche Grundstücksverhandlungen erforderlich werden.
Innerhalb des durchzuführenden Bebauungsplanverfahrens werden die verschiedensten ökologischen Auswirkungen, sowie auch die Beeinträchtigung von landwirtschaftlichen Flächen betrachtet werden müssen.
Je nach Trassenverlauf kann die Ostumfahrung auch das Wasserschutzgebiet "Hohes Gestad" tangieren. Auch dies muss in der Planungsphase berücksichtigt werden.
Mit dem Straßenbaulastträger Landkreis Ludwigsburg sind ebenfalls noch Gespräche über eine mögliche frühere Realisierung als 2012 ff. notwendig.
Der Verband Region Stuttgart favorisiert ortsnahe Umfahrungen. Auch diese Thematik ist noch abzuklären.
Die Ostumfahrung entfaltet ihre effektive Entlastungswirkung auf die bebauten Ortsteile in Freiberg a.N. wenn sie zusammen mit der Schwörer-Trasse realisiert wird.
Dies wird von allen Beteiligten, der Stadt Freiberg a.N. und allen beteiligten Behörden so gesehen.
Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart, hat bereits die grundsätzliche Förderfähigkeit der Ostumfahrung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bestätigt.
Die Stadt Freiberg a.N. hat entsprechend dem Gemeinderatsbeschluss einen Antrag auf Aufnahme in das Kreisstraßenprogramm beim Landkreis Ludwigsburg gestellt, deren Realisierung von diesem auf die Jahre 2012 ff. eingeschätzt wird. Um die Ostumfahrung weiter zu betreiben, sind die Aufstellung eines Bebauungsplanes, die Erarbeitung einer technischen Vorplanung, sowie der Grunderwerb durch die Stadt Freiberg a.N. erforderlich.